Gedichte

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens. Besorgt fragte ich den Herrn: “Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?" Da antwortete er: "Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

©(Margaret Fishback Powers) © 1996 Brunnen Verlag Gießen

 

Spuren im Sand

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.             Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.                    Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Und obgleich sie bei euch sind, gehören sie euch nicht.                                    Ihr dürft ihnen eure Liebe schenken, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.                             Ihr dürft ihren Körpern ein Heim geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von Morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.        Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber sucht nicht sie euch gleich zu machen...

(Khalil Gibran)

 

Kinder sind...

Der Mensch,
der Dir ohne Dich zu berühren,
ohne mit Dir zu sprechen,
ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann,
sollte der Mensch sein,
dem Du Dein Herz schenkst...

(Verfasser unbekannt)

tierischer Engel

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es ist, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen

(Verfasser unbekannt)

Himmel und Hölle

"Ein Mann hatte den dringenden Wunsch, einmal Himmel und Hölle kennen zu lernen. So träumte er eines Nachts, dass er durch einen großen Raum ging. In der Mitte des Raumes stand ein großer Topf auf einem Feuer, in dem eine köstliche Suppe kochte. Um den Topf standen Menschen mit ungewöhnlich langen Löffeln. Aber die Menschen sahen mager, blass, gehetzt und elend aus, denn jeder versuchte verzweifelt, sich selbst mit seinem langen Löffel die Suppe in den Mund zu schieben. Welch unsinniges Unterfangen! Die Löffel waren so lang, dass sie überall anstießen und die Speise verkleckerten. Den Weg zum Mund jedoch, fanden sie nicht.

Als der Mann den Raum verließ, da sah er über der Türe ein Schild, auf dem stand: 'Das ist die Hölle.'

Gleich darauf betrat er einen anderen Raum. Dieser unterschied sich vom ersten durch gar nichts. In der Mitte auf dem Feuer stand der Topf mit der köstlichen Suppe. Auch die Menschen um den Topf hatten dieselben langen Löffel. Aber sie sahen alle wohlgenährt und gesund aus, waren freundlich und glücklich. Denn niemand versuchte sich selbst zu sättigen sondern benutzte seinen Löffel dazu, die Suppe dem anderen vorsichtig in den Mund zu schieben. Jener wiederum, wurde von einem anderen gesättigt. Beim Verlassen dieses Raumes stand auf dem Türschild: 'Das ist der Himmel

(Orientalische Lehrgeschichte)'

Schmetterling

Die Weisheit des Universums


Vor langer Zeit überlegten die Götter, dass es sehr schlecht wäre, wenn die Menschen die Weisheit des Universums finden würden, bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären. Also entschieden die Götter, die Weisheit des Universums so lange an einem Ort zu verstecken, wo die Menschen sie solange nicht finden würden, bis sie reif genug sein würden.

Einer der Götter schlug vor, die Weisheit auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken. Aber schnell erkannten die Götter, dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde und die Weisheit dort nicht sicher genug versteckt wäre. Ein anderer schlug vor, die Weisheit an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken. Aber auch dort sahen die Götter die Gefahr, dass die Menschen die Weisheit zu früh finden würden.

Dann äußerte der weiseste aller Götter seinen Vorschlag: "Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die Weisheit des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird dort erst dann danach suchen, wenn er reif genug ist, denn er muss dazu den Weg in sein Inneres gehen." Die anderen Götter waren von diesem Vorschlag begeistert und so versteckten sie die Weisheit des Universums im Menschen selbst.

(Verfasser unbekannt)

 

Alles dreht sich um die Liebe

Vielleicht möchte Gott, dass wir die falschen Menschen treffen, bevor wir dem richtigen begegnen, so dass wir, wenn wir endlich die richtige Person getroffen haben, dankbar sind für dieses Geschenk. Es ist wahr, dass wir nicht schätzen was wir haben, bis wir es verlieren, aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es uns begegnet. Wenn die Türe des Glückes sich schliesst, öffnet sich eine Neue, aber wir starren so lange auf die verschlossene Pforte, dass wir das für uns neu geöffnete Tor nicht sehen. Der beste Freund ist der Freund mit dem du auf der Veranda in einer Schaukel wippst, ohne ein Wort zu sprechen, und wenn du gehst, das Gefühl hast, dass dies die beste Unterhaltung war, die du jemals geführt hast. Suche nicht nach Schönheit; sie ist trügerisch. Suche nicht nach Reichtum; er ist vergänglich. Suche jemanden, der dich zum Lächeln bringt, denn es braucht nur ein Lächeln um einen scheinbar dunklen Tag zu erhellen. Finde denjenigen, der dein Herz zum Lächeln bringt....

(Verfasser unbekannt)

Lass mich nicht bitten

Vor Gefahr bewahrt zu werden sondern ihr furchtlos zu begegnen, lass mich nicht das Ende der Schmerzen erflehen, sondern das Herz das sie besiegt, lass mich auf dem Kampffeld des Lebens nicht nach Verbündeten suchen, sondern nach meiner eigenen Stärke, lass mich nicht in Sorge und Furcht nach Rettung Rufen, sondern hoffen, das ich Geduld habe, bis meine Freiheit errungen ist, gewähre mir, dass ich kein Feigling sei, der seine Gnade nur im Erfolg erkennt, lass mich aber den Halt Deiner Hand fühlen, wenn ich versage.

(Tagore)

Gedicht

Tagelang grübelte der heilige Augustin über Gottes Dreieinigkeit, vergebens. Eines Nachts, im Traum, spazierte er am Ufer des Meeres und sah einen kleinen Jungen. Der schöpfte Meerwasser mit einer Muschel und brachte es in ein kleines Sandloch, wieder und wieder. "Was tust du da?", fragte ihn der Kirchenvater leutselig. "Ich will das ganze Meer in dieses Loch schütten", antwortete der Kleine. "Was für ein Unsinn," belehrte ihn Augustin, "deine Sandkuhle ist doch viel zu klein für das große Meer!" Da sah ihn der Junge mit durchdringenden Augen an: "Und du, Augustin, versuchst schon seit Tagen, die große Dreieinigkeit Gottes in deinen kleinen Verstand zu bekommen..."

(Verfasser unbekannt)

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